Unter dem Titel „Vegetarian versus Meat-Based Diets for Companion Animals“ erschien 2016 eine Vergleichsstudie von insgesamt 4 Studien zur veganen Ernährung von Hunden und Katzen, die mit weiteren Befragungen von Futterherstellern und Kontrollen zum Gesundheitszustand ergänzt wurden.

Die einfache Zusammenfassung und das Abstract habe ich euch übersetzt. Die gesamte Studie könnt ihr euch am Ende des Artikels herunterladen (engl.) – und wie immer ist sie sehr ans Herz gelegt. Sie ist kritisch auf allen Seiten und appelliert an wohldurchdachte Ernährung und regelmäßige Kontrollen – ebenso auf allen Seiten.

Vegetarian versus Meat-Based Diets for Companion Animals

Andrew Knight * und Madelaine Leitsberger

Centre for Animal Welfare, University ofWinchester, Winchester SO22 4NR, UK;
M.Leitsberger.15@unimail.winchester.ac.uk

* Kontakt: andrew.knight@winchester.ac.uk; Tel.: +44-1962-827-266
Academic Editor: Clive J. C. Phillips

Eingereicht: 8. Juli 2016; Bestätigt: 14. September 2016; Publiziert: 21. September 2016

Simple Summary: Viele Tieralter sind an veganer Ernährung für ihre Haustiere interessiert, da sie zunehmende Bedenken zu den Konsequenzen der Massentierhaltung, der Gesundheit von Tieren, Tierschutz und Umweltschutz haben. Dennoch besteht die Frage, ob eine vegane Ernährung für Katzen und Hunde ausreichend nährstoffversorgend und gesund ist. Dieser Artikel überprüft umfassend die Ergebnisse aus vier veröffentlichten Studien zur veganen Ernährung von Katzen und Hunden. Um weitere Informationen einzubeziehen, haben wir zudem 12 Tiernahrungshersteller befragt, die in der jüngsten Studie Gegenstand waren. Ebenfalls untersuchten wir die Verlässlichkeit in der Nährstoffversorgung bei fleischbasierten Tierernährungen und überprüften die Ergebnisse der Gesundheitszustände von veganen, karnivoren und omnivoren Haustieren. Sowohl Katzen als auch Hunde mögen sich mit veganer Ernährung gut entwickeln, doch muss die Ernährung alle Nährstoffe enthalten und ausgewogen sein. Tierhalter sollten regelmäßig den sauren Urin überprüfen und bei einer Veränderung ins Basische korrigierend mit sinnvollen Ergänzungsmitteln einschreiten.

Abstract: Tierhalter sind zunehmend besorgt über die Verbindungen zwischen degenerativen Erkrankungen, tierrechtlichen Problemen von „Nutz“tieren, Umweltzerstörung, Düngung und Herbiziden, Klimawandel und ihre auslösenden Faktoren; wie jene der Massentierhaltung und dem Konsum von tierischen Produkten. Daher sind immer mehr Tierhalter an veganen Ernährungsweisen für sich selbst und ihre Haustiere interessiert. Doch sind vegane Hunde- und Katzenernährungen nährstoffreich und sicher? Vier Studien, die die Verlässlichkeit der Nährstoffversorgung dieser Ernährungen untersucht haben, sowie Reaktionen von Herstellern aus der jüngsten Studie werden dargestellt. Zusätzlich untersuchte Studien beleuchten die Verlässlichkeit der Nährstoffversorgung von kommerziellem fleischbasiertem Futter und den Gesundheitszustand von Katzen und Hunden mit veganer und fleischbasierter Kost. Probleme all dieser Ernährungsweisen wurden dokumentiert, inklusive inadequate Nährstoff- und Gesundheitsprobleme. Doch die deutliche und wachsende Anzahl dieser Studien und Fallstudien weisen darauf hin, dass Katzen und Hunde mit veganer Ernährung gesund sein können – auch jene, die auf höchstem Niveau trainieren -, und können sogar eine Bandbreite von Gesundheitsvorteilen erfahren. Jene Ernährungen müssen den vollständigen Nährstoffbedarf decken und ausgewogen sein, und Tierhalter sollten regelmäßig den Status des sauren Urins testen und gegebenenfalls mit geeigneten Ergänzungsmitteln korrigieren.

Keywords: vegetarisch, vegan, Katze, Hund, Felis catus; Canis lupus familiaris; Canis familiaris

Ladet euch die Studie als pdf hier herunter (CC-BY © 2016 by the authors; licensee MDPI, Basel, Switzerland)